Dokusteine
Einführung
Aufbau und Struktur der Sammlung  Das Sammlungsprinzip  Meine Sammlung ist zweigleisig strukturiert: Alle Funde bzw. Sammlungsobjekte sind entweder nach Fundort / Fundregion  o d e r  nach wissenschaftlich-systematischen Verwandtschaftsverhältnissen zusammengefasst. Daraus ergeben sich - unten aufgelistet -  7 Teilsammlungen und ein paar weitere „Spezialabteilungen“.   So wurde und wird also in meinen Regionalsammlungen versucht, möglichst viele an einer Fundstelle vorkommenden Mineralienarten oder Fossilienarten zu erfassen und mit Beschreibungen und Fotos zu belegen. Umgekehrt sollen mit Funden aus aller Welt in der systematischen Sammlung möglichst viele Ausbildungsformen eines Minerals oder Gesteins erfasst, beschrieben und die Verwandtschaftsverhältnisse aufgezeigt werden.   Es handelt sich also um eine Beleg-Sammlung, wie sie dem Prinzip nach ähnlich z.B. auch vom leidenschaftlichen Mineraliensammler Johann Wolfgang von Goethe zusammengetragen wurde. Meine Sammlung ist also ganz gezielt eine eher unspektakuläre Belege-Sammlung: Keine Riesenkristalle, keine Saurierskelette, sondern überwiegend Stücke, wie sie von den Arbeitern in den Bergwerken und Steinbrüchen gefunden werden, wie man sie - von Ausnahmen abgesehen - ohne allzu hohen finanziellen Aufwand erwerben oder sogar selbst finden kann. Alles zusammengetragen mit großer Liebe und Leidenschaft. Meine Seite soll gerade auch zeigen, dass man an Steinen und den daraus gewinnbaren Erkenntnissen über unsere Erde seine Freude haben kann, ohne dem Zeitgeist aus Rekordsucht und Geringschätzung all dessen, was nicht absolut perfekt erhalten ist, zu folgen. Wenn meine Sammlung diese Begeisterung für die Schönheit im Kleinen und für die Vielfalt in der Natur auch bei dem einen oder anderen Besucher dieser Website wecken kann, hat sich alle Mühe gelohnt.  Das o.g. Sammlungsprinzip ist eher ungewöhnlich, weil das Sammlungsgebiet damit unerschöpflich ist und in einem Menschenleben immer nur ein sehr kleines Stück weit vorangebracht werden kann. Auch das Platzangebot für die Sammlung ist natürlich irgendwo begrenzt. Die meisten Sammler/innen haben sich deshalb entweder für Mineralien  o d e r  für Fossilien entschieden und häufig sich sogar innerhalb dieser Fachgebiete noch weiter spezialisiert. Jedes dieser Sammlungsprinzipien hat seine Berechtigung, und jedem Sammler ist es selbstverständlich selbst überlassen, welche Objekte der Sammlerleidenschaft er für sich auswählt. Da meine Freude und mein wissenschaftliches Interesse allem gilt, was „Stein“ ist, habe ich von jeder Einschränkung abgesehen, natürlich aber ein gewisses Mindestmaß an Ästhetik oder aber wissenschaftlicher Bedeutung für die Aufnahme von Steinen in die Sammlung vorausgesetzt.   Natürlich erfasst man damit nur winzige Teile des gesamten existierenden Steine-Spektrums. Gerade das ist aber auch ein Vorteil, weil die Sammlung immer offen bleibt und auch mit Eigenfunden oder erschwinglichen Zukäufen immer wieder erweitert werden kann. Bleibt die Hoffnung, dass meine Sammlung von ernsthaften Sammlern künftiger Generationen einmal in diesem Sinne und nach diesen Prinzipien weitergeführt wird.    Die Teilsammlungen  Das Anlegen von regionalen Teilsammlungen erfolgte natürlich nach subjektiven Kriterien. Da spielt es eine Rolle, wo man wohnte oder wohnt und wo man gerne Urlaub machte, um Steine zu sammeln. Und mit jedem selbst gefundenen Stein in der Sammlung verbindet sich auch eine schöne Erinnerung, die allerdings nur für den Sammler selbst von Bedeutung ist und anderen Menschen leider nicht zugänglich gemacht werden kann.  Die Unterteilung des gesamten, doch recht umfangreichen Materials in Teilsammlungen war unumgänglich, um den Überblick zu bewahren. Immerhin gibt es in meiner Sammlung mehr als 7.000 Sammlungsobjekte, vom kleinen Micromount bis zur Großstufe. Mit Unterteilung ist gemeint, dass zusammengehörende Steine möglichst auch räumlich zusammen untergebracht werden, vor allem aber in den zugehörigen Computer-Dateien fein säuberlich nach Fundorten oder aber systematischer Zugehörigkeit zusammengefasst sind. Die Größe der meisten Steine in dieser Sammlung liegt im Bereich von Zentimeter- bis Handstück-Größe.   Der wissenschaftliche Aspekt  Wenn hier die Rede ist von wissenschaftlicher Mitarbeit, bezieht sich das vor allem auf das Finden und Zusammentragen von Material, das Wissenschaftlern als Grundlage für die weitere Erforschung der Welt der Mineralien, Gesteine und Fossilien dienen kann. Selbstverständlich ist das nur ein winziger Beitrag, aber ohne diese kleinen, auch von Amateursammlern zusammengetragenen (Mosaik-) Steinchen wären Mineralogie, Petrographie und Paläontologie wohl nicht zu diesem umfassenden Wissen gelangt, das sie heute prägt. Mit der Veröffentlichung dieser Seiten geht es aber vor allem auch darum, der wissenschaftlich interessierten Sammlergemeinde Funde vor allem im regionalen Bereich vorzustellen, um das bisher Bekannte zu belegen oder zu ergänzen und - in interessanten Einzelfällen - auch zur Diskussion zu stellen. Auf allen Gebieten gibt es Spezialisten, z.B. für die Mineralgruppe „Phosphate“ oder die Fossilgruppe „Ammoniten“, oder aber auch Leute, die eine Fundstelle besonders gut kennen und mit den dort zu findenden Objekten besonders gut vertraut sind. Hinweise und Korrekturen werden also gerne entgegengenommen!   Alle Texte dieser Seiten sind aus Amateursammler-Erfahrung heraus und nach der Lektüre ungezählter Beiträge in Fachzeitschriften und Fachbüchern nach bestem Wissen niedergeschrieben, erheben aber keinen wissenschaftlichen Anspruch.  So sind auch die Steine meiner Sammlung meist nur visuell bestimmt. Durch den enormen Umfang des bearbeiteten Sammlungsgebiets verblieb für das einzelne Stück nur wenig Zeit für exaktere Bestimmung, so dass ich um Verständnis bitte, dass die Bestimmung oft auf „mutmaßlich“ hinauslief. Wo die Bestimmung besonders unsicher ist, wurde hinter den Namen des Minerals oder Fossils ein Sternchen* gesetzt. Eine exakte wissenschaftliche Untersuchung mit Röntgendiffraktometrie oder anderen hochwissenschaftlichen Methoden ist für den Privatsammler ohnehin unerreichbar und würde jeden finanziellen Rahmen sprengen. Die oft auf Erfahrung oder Angaben in der Fundortliteratur beruhende Bestimmung mancher Funde ist also auf diesen Seiten mit mehr oder weniger großen Fragezeichen zu versehen. Und dennoch: Was einmal für die „Wissenschaft“ zusammengetragen und vorsortiert wurde, ist für die Forschung nicht mehr verloren. Durch weiteren technischen Fortschritt dürfte es künftigen Sammlergenerationen ohnehin vermutlich leichter sein, treffsichere Bestimmungen zu erreichen. Also bitte beachten: Manches Objekt könnte unzutreffend bestimmt sein! Bei allen durch Tausch oder Kauf erworbenen Stücken wurden - sofern nicht offensichtlich unrichtig - die Angaben des Verkäufers oder Vorbesitzers übernommen.  Aus Gründen der Übersichtlichkeit und anderen Erwägungen gibt es auf den folgenden Blättern in der Struktur der Anordnung, Aufteilung und Benennung gelegentlich Abweichungen von streng wissenschaftlichen Kriterien. Auch war es aus technischen Gründen manchmal nicht zu vermeiden, dass Zusammengehörendes auf mehrere Seiten aufgeteilt werden musste.  Übersicht über die 7 Sammlungsabteilungen  (hier in gelber Schrift aufgelistet)   	SYSTEMATISCHE SAMMLUNGEN  Mineralien nach Verwandtschaft		       Gesteine nach Verwandtschaft             Fossilien nach Verwandtschaft  z.B. Sulfide, Silikate …				     z.B. Plutonite, Sedimente …		       z.B.  Muscheln, Korallen …   mit folgenden zusätzlichen     Spezialabteilungen:   Geschliffene Edelsteine  Fluoreszierende Mineralien  Thumbnail-Trommelsteine  Synthesen und Züchtungen   REGIONALE SAMMLUNGEN    Mineralien aus Bayern	    Gesteine aus Bayern		  Fossilien regional		              Gerölle regional     z.B. von Hagendorf,	  z.B. aus dem Fichtelgebirge	von folgenden Fundgebieten:        von folgender Herkunft:    Nabburg-Wölsendorf …             Siegsdorf / Obb. & Umgebung               aus dem Inn, der Isar,   Saal an der Donau			      der Traun, der Iller,   Oberpfälzer Jura			                der Donau, der Naab,    Cevennen / Frankreich		                dem Regen, der Elbe,              Emilia Romagna & Toscana                   dem Pfitschbach in Südtirol,       dem Val Pellice in Piemont,       dem Tagliamento / Italien u.a.             	     		       Zu den im Folgenden aufgelisteten und abgebildeten Belegen wird selbstverständlich von Zeit zu Zeit auch Neues hinzugefügt.         Wegen des großen Umfangs der Sammlung kann auf den nachfolgenden Blättern dieser Website nur eine kleine Auswahl (etwa 10%)       der mehr als 7.000 Sammlungsobjekte  gezeigt werden.  Fotos:  Die Fotos wurden meist bei Tageslicht mit einer „normalen“ Pentax-Digitalkamera (mit Makro-Funktion) und nur sehr bescheidenen fotografischen Kenntnissen angefertigt. Dennoch sind alle Aufnahmen urheberrechtlich geschützt. Für rein private Zwecke (ohne Veröffentlichung) dürfen die Aufnahmen aber gerne verwendet werden. Die Mikrofotos wurden mit dem WLAN-Digitalmikroskop 1080P von Bresser angefertigt und mit dem Stacking-Programm Helicon Focus bearbeitet. Wie gesagt enthält die Sammlung weit mehr Objekte, als hier abgebildet werden konnten. Vieles erwies sich trotz vorhandener Ausdruckskraft - angesichts der bescheidenen fotografischen Möglichkeiten - als nicht genügend „fotogen“.  Durch Klick auf das Lupensymbol, das beim Führen der Maus über ein Bild erscheint, können die meisten Abbildungen vergrößert werden.  Die Größenangaben für die abgebildeten Objekte sind gerundet und beziehen sich auf die längste Ausdehnung der im Foto sichtbaren Objektseite. Die Vermessung der mikroskopischen Objekte erwies sich als schwierig, so dass meist nur „leicht vergrößert“ (entspricht etwa 2 - 6-fach) oder „stark vergrößert“ (etwa 15 - 40-fach) angegeben ist.  Die Navigation durch die Seiten:  Wer durch alle Seiten spazieren möchte, wählt am besten am Ende jeder Seite den Button „weiter zur nächsten Seite bzw. Gruppe“. Es ist aber auch möglich, durch Klick auf Buttons einzelne Bereiche oder bestimmte Seiten direkt anzusteuern.  Zeichenerklärung:  x  = Kristall       xx = Kristall-Gruppe  Sternchen hinter dem Steinenamen*  =  dieser Stein ist möglicherweise nicht richtig bestimmt Sternchen hinter dem Fundort*  =  es ist anzunehmen, aber nicht ganz sicher, dass dieser Stein von diesem Fundort stammt fehlende Fundort-Angabe = der Fundort ist nicht bekannt  Kurze Erläuterung von ein paar Fachbegriffen:  Manche Begriffe in den Beschreibungen dürften nicht jedem Steinefreund geläufig sein. Sie werden hier verkürzt erläutert:  •	Brekzie					Gestein oder Mineral, das durch tektonische Vorgänge zerbrochen war und später durch natürliche Vorgänge 						wieder verkittet wurde	 •	Konglomerat				Gestein, das aus natürlich zusammengekitteten, natürlich abgerollt-gerundeten Trümmern besteht •	isometrische Kristalle		Kristalle, die nicht länglich, sondern eher gedrungen erscheinen, weil Länge, Höhe und Breite ähnlich sind •	pseudomorphe Ausbildung		Mineralien, die nicht in der ihnen eigenen (Kristall-) Form vorliegen, sondern diese im Rahmen einer chemischen						Umwandlung von einem anderen Mineral übernommen haben •	perimorphe Ausbildung		eine Sonderform pseudomorpher Ausbildung, bei der ein Mineral Kristalle eines anderen Minerals überzieht und						deshalb eine andere als die ihm eigene Form vortäuscht •	mikro- und kryptokristallin		innere Struktur von Mineralien, bei der eine kristalline Ausbildung erst bei äußerst hohen Vergößerungen 							sichtbar ist •	Sphärolith				in der Natur keineswegs seltene, aber meist sehr kleine kugelförmige Ausbildung einer mineralischen Substanz •	Stufe					ein mit Kristallen besetzter Stein, je nach Größe Kleinstufe, Handstück oder Großstufe genannt •	Trommelstein				ein Stein, der in speziellen Schleifgeräten („Trommeln“) an Ecken und Kanten abgeschliffen (= gerundet) wurde •	Zwillingskristall			zwei Kristalle eines Minerals, die  g e s e t z m ä ß i g  miteinander verwachsen sind. Entsprechend gibt es auch 						„Viellinge“, wenn mehr als 2 Individuen gesetzmäßig miteinander verwachsen sind •	Epitaxie					Kristalle von zwei  v e r s c h i e d e n e n  Mineralien sind  g e s e t z m ä ß i g  miteinander verwachsen. Recht 						seltener Sonderfall   •	Steinkern				bei fossilen Muscheln, Schnecken und anderen Schalentieren sehr häufiger Fall, dass die Schalen des Fossils 						durch 	chemische Vorgänge weggelöst worden sind und nur das Innere als Form, als sog. Steinkern erhalten 						geblieben ist. Falls die Schale erhalten geblieben ist, spricht man dagegen von „Schalenerhaltung“ •								   	 zurück zum Seitenanfang zurück zur  Startseite
Eine typische Brekzie, hier ein poliertes Flussgeröll aus dem Inn
Ein typisches Konglomerat, hier ein Flussgeröll aus der Iller
Eine typische Pseudomorphose: Hier ein Quarzkristall, der durch natürliche Vorgänge in Speckstein umgewandelt wurde
Ein isometrischer Kristall
Sie möchten selbst eine Sammlung anlegen? Hier gibt‘s wertvolle Tipps:
Das Anlegen einer Sammlung weiter zur Seite  „Systematische Sammlungen“   Dort befinden sich die Mineralien, Gesteine und Fossilien, die die Verwandtschaft untereinander und die verschiedenen  Ausbildungsformen dokumentieren weiter zur Seite  „Regionale Sammlungen“  Dort befinden sich die Mineralien, Gesteine und Fossilien, die an bestimmten Fundorten bzw. in bestimmten Fundgebieten gefunden wurden und das regionale Vorkommen dokumentieren
Typische Sphärolithe, hier im Inneren eines Achats aus Madagaskar
Ein typischer Zwillingskristall
Eine typische Perimorphose: Hier ein …
Trommelsteine